Biskuitporzellan: was es ist und wie man es pflegt

Matt, samtig und doch hart wie Stein: Biskuitporzellan ist eines der edelsten Materialien für den gedeckten Tisch. Hier erfahren Sie, was dahintersteckt, woran man es erkennt, wie es sich vom gewöhnlichen, glasierten Porzellan unterscheidet und wie Sie es pflegen, damit es über viele Jahre so schön bleibt wie am ersten Tag.

Was ist Biskuitporzellan?

Biskuitporzellan ist Porzellan, das nach dem Brand keine Glasur bekommt. Die Oberfläche bleibt matt und fühlt sich warm und samtig an, fast wie Stein oder Marmor. Es wird deshalb auch unglasiertes Porzellan genannt. Gewöhnliches Porzellan dagegen wird mit einer glänzenden Glasur überzogen, die wie eine dünne Glasschicht auf dem Scherben liegt.

Woher kommt der Name?

Der Name hat nichts mit Gebäck zu tun, auch wenn er so klingt. „Biscuit“ kommt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich „zweimal gebacken“. Gemeint ist der gebrannte, aber unglasierte Scherben. Berühmt wurde Biskuitporzellan Mitte des 18. Jahrhunderts in Frankreich, vor allem für Figuren: Ohne Glasur blieben feinste Details wie Haare, Falten oder Blütenblätter scharf sichtbar.

Unterschied zu glasiertem Porzellan

  • Oberfläche: Biskuitporzellan ist matt und samtig, glasiertes Porzellan glänzt und ist glatt.
  • Haptik: Biskuit fühlt sich warm und natürlich an, Glasur eher kühl und rutschig.
  • Kratzfestigkeit: Hochwertiges Biskuitporzellan ist sehr hart. Es gibt keine Glasur, die zerkratzen oder absplittern kann.
  • Optik: Ohne Glasur wirkt das Porzellan ruhiger und moderner. Formen und Strukturen kommen besser zur Geltung.

Biskuitporzellan bei Hering Berlin

Die Berliner Manufaktur von Stefanie Hering hat das Material auf den Tisch zurückgeholt. Jedes Stück wird nach dem Brand von Hand fein poliert, bis die typische samtige Oberfläche entsteht. Glasiert werden nur die Flächen, auf denen Speisen liegen. Der Wechsel aus matt und glänzend ist das Erkennungszeichen von Hering Berlin.

Bei den farbigen Kollektionen wird die Glasur von Hand gegossen: kobaltblau bei Blue Silent, messingfarben bei Silent Brass, schwarz bei Obsidian und grün bei Emerald. Der matte Rand aus Biskuit rahmt die Glasur ein, so wird jedes Stück zum Unikat.

Zart im Aussehen, robust im Alltag

Auch wenn es empfindlich wirkt: Biskuitporzellan von Hering Berlin ist dichter, härter und widerstandsfähiger gegen Kratzer und Abrieb als glasiertes Porzellan. Es wird bei rund 1.400 °C gebrannt, dabei schließen sich alle Poren. Schmutz und Flüssigkeit können nicht eindringen. Deshalb setzen Sterneköche und Luxushotels weltweit Hering Berlin im täglichen Service ein.

So pflegen Sie Biskuitporzellan

  • Spülmaschine: Die Kollektionen Velvet, Pulse, Cielo, Illusion, Ocean, Blue Silent, Granat, Soda, Piqueur, Silent Brass, Obsidian und Emerald sind spülmaschinen und mikrowellengeeignet.
  • Besteckspuren: Auf der matten Oberfläche können graue Abriebspuren von Besteck entstehen. Diese lassen sich mit einem feuchten Schmutzradierer, etwas Scheuermilch oder der rauen Seite eines handelsüblichen Scheuerschwamms entfernen. Bitte nur auf den matten Flächen, nicht auf der Glasur.
  • Hartnäckige Flecken: Das Porzellan in Seifenwasser einweichen und die Stelle danach wie oben beschrieben behandeln.
  • Gold, Platin, Silber: Stücke mit Edelmetall, etwa aus Polite oder die Sonderzeichen der Letter Cups, gehören nicht in die Mikrowelle. Bitte von Hand spülen und ohne scheuernde Mittel.
  • Stapeln: Teller mit Edelmetall am besten mit einer Zwischenlage stapeln.

Kollektionen aus Biskuitporzellan

Alle Stücke finden Sie im Hering Berlin Online Shop.

Häufige Fragen

Ist Biskuitporzellan spülmaschinenfest?

Hochwertiges Biskuitporzellan wie das von Hering Berlin ja. Ausnahmen sind Stücke mit Gold, Platin oder Silber.

Ist Biskuitporzellan empfindlich?

Nein. Es sieht zart aus, ist aber sehr hart und kratzfest, weil keine Glasur absplittern oder verkratzen kann.

Nimmt Biskuitporzellan Flecken an?

Hoch gebranntes Biskuitporzellan ist dicht und nimmt keine Flüssigkeit auf. Graue Spuren von Besteck liegen nur auf der Oberfläche und lassen sich entfernen.

Was ist der Unterschied zu Steingut?

Steingut wird bei niedrigerer Temperatur gebrannt und ist porös, es braucht eine Glasur, um dicht zu sein. Biskuitporzellan ist auch ohne Glasur dicht und deutlich härter.

Warum ist Geschirr aus Biskuitporzellan so hochpreisig?

Weil jedes Stück nach dem Brand von Hand poliert und teilweise von Hand glasiert oder bemalt wird. Das kostet Zeit und macht jedes Teil zum Unikat.